Speicherstadt & Kontorhausviertel Geschichte, Architektur & Besuchertipps

UNESCO-Welterbe in Hamburg: historische Lagerhäuser, Backsteinarchitektur und das berühmte Chilehaus.

Die Speicherstadt und das Kontorhausviertel gehören zu den bedeutendsten historischen Stadtteilen Hamburgs. Gemeinsam bilden sie ein UNESCO-Welterbe und zeigen eindrucksvoll die wirtschaftliche Entwicklung der Hansestadt.
Während die Speicherstadt mit ihren roten Backsteinfassaden und Kanälen an die Zeit des Welthandels erinnert, steht das Kontorhausviertel für moderne Büroarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts. Zusammen ergeben sie eines der spannendsten Stadtbilder Hamburgs.

Auf einen Blick

  • Lage: HafenCity & Altstadt
  • Bauzeit: ca. 1883–1920er Jahre
  • Architekturstil: Backsteingotik & expressionistische Kontorhäuser
  • Besonderheit: UNESCO-Welterbe seit 2015
  • Eintritt: frei zugänglich
  • Anreise: U-Bahn „Baumwall“, „Überseequartier“ oder „Messberg“
  • Buslinien: 111, 6
  • Beste Besuchszeit: früh morgens oder abends
  • Empfohlene Dauer: 1–2 Stunden

Lage auf der Karte

Die Speicherstadt und das Kontorhausviertel liegen direkt nebeneinander zwischen HafenCity und Hamburger Altstadt. Durch die zentrale Lage kannst du beide Bereiche bequem zu Fuß erkunden.

Von hier erreichst du in wenigen Minuten die Elbphilharmonie, den Hafen, die Innenstadt oder die Landungsbrücken ideal für eine kompakte Route durch Hamburg.

Architektur & Aufbau

Die Speicherstadt besteht aus langen Reihen historischer Lagerhäuser aus rotem Backstein, die auf Eichenpfählen errichtet wurden. Zwischen den Gebäuden verlaufen Fleete (Wasserkanäle), die dem Viertel seinen besonderen Charakter verleihen.

Das Kontorhausviertel ist geprägt von großen Bürogebäuden, den sogenannten Kontorhäusern. Besonders bekannt ist das Chilehaus mit seiner markanten, schiffsförmigen Architektur.

Der Kontrast zwischen beiden Vierteln macht den Reiz des gesamten Areals aus.

Historische Wendepunkte

Die Speicherstadt entstand Ende des 19. Jahrhunderts als Teil des Hamburger Freihafens und diente der Lagerung von Waren wie Kaffee, Tee und Gewürzen.

Im frühen 20. Jahrhundert entwickelte sich das Kontorhausviertel als moderner Bürostandort. Hier wurden die Handelsgeschäfte organisiert, während die Waren in der Speicherstadt lagerten.

Heute stehen beide Viertel gemeinsam für Hamburgs Rolle als Handelsmetropole.

Wissenswertes

  • Die Speicherstadt ist der größte zusammenhängende Lagerhauskomplex der Welt
  • Viele Gebäude stehen auf tausenden Holzpfählen
  • Das Chilehaus ist eines der bekanntesten Beispiele expressionistischer Architektur
  • Das Gebiet gehört seit 2015 zum UNESCO-Welterbe

Erlebnis vor Ort

Ein Spaziergang durch die Speicherstadt gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen in Hamburg. Die roten Backsteinfassaden, die Kanäle und die Brücken schaffen eine besondere Atmosphäre.

Besonders schön ist der Besuch am frühen Morgen oder am Abend, wenn weniger Menschen unterwegs sind und das Licht die Gebäude warm erscheinen lässt. Nachts werden viele Teile zusätzlich beleuchtet.

Insider-Tipp von NB Kompass

Gehe gezielt über mehrere Brücken und erkunde das Viertel nicht nur entlang einer Route. So bekommst du die typischen Perspektiven mit Wasser, Backstein und Architektur.

Empfehlung von NB Kompass

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Speicherstadt & Kontorhausviertel sinnvoll kombinieren

Die beiden Viertel eignen sich ideal als Bestandteil von:

FAQ ZUR SPEICHERSTADT & KONTORHAUSVIERTEL

Weil sie die Entwicklung Hamburgs als Handelsmetropole und die Architektur dieser Zeit besonders gut widerspiegeln.

Ja, beide Viertel sind frei zugänglich.

Für einen Rundgang solltest du etwa 1 bis 2 Stunden einplanen.

Früh morgens oder abends ist es ruhiger und die Atmosphäre besonders schön.

Ein berühmtes Kontorhaus mit markanter, schiffsförmiger Architektur im Kontorhausviertel.

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Letzte inhaltliche Prüfung: März 2026